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Von Akimova Elizaveta · 18.08.2026

Google Takeout: Saved Places.json oder Saved CSV – welche Datei brauchst du? (2026)

Google Takeout zeigt zwei Optionen, die nach demselben Inhalt klingen: Maps (meine Orte) und Saved. Lädt man beide herunter, wird es zunächst nicht klarer. In einem Archiv liegt Saved Places.json, im anderen stecken mehrere CSV-Dateien mit den Namen deiner Listen.

Es sind keine zwei Dateiformate desselben Exports. Die Daten stammen aus unterschiedlichen Bereichen von Google Maps. Mit der falschen Auswahl fehlen scheinbar ganze Listen oder sämtliche Koordinaten.

Das ist der praktische Unterschied:

Takeout-ProduktTypische AusgabeGeeignet fürWichtigste Einschränkung
Maps (meine Orte)Saved Places.jsonMarkierte Orte mit KoordinatenEigene Listen können fehlen
SavedEine CSV pro ListeEigene, vorgegebene, geteilte und abonnierte ListenCSV-Zeilen enthalten meist keine Koordinaten

Googles eigene Anleitung zum Export von Maps-Listen verweist für Listen inzwischen auf Saved. Maps (meine Orte) ist weiterhin nützlich, löst aber eine andere Aufgabe.

Was steckt in Saved Places.json?

Wählst du in Takeout Maps (meine Orte), kann das Archiv die Datei Saved Places.json enthalten. Trotz der gewöhnlichen Endung .json ist sie als GeoJSON aufgebaut: mit einer FeatureCollection, einem Feature pro exportiertem Ort und geografischen Koordinaten.

In der Praxis eignet sich dieser Weg besonders für eine große Sammlung markierter Orte. Er hilft, wenn Google Maps am Desktop nach ungefähr 200 Einträgen nicht mehr die vollständige Liste zeigt. Die Datei kann trotzdem die komplette Sammlung enthalten.

Verlass dich dagegen nicht darauf, dass jede benannte Liste deines Kontos darin auftaucht. „Bäckereien in Lissabon“ oder „Kundenbesuche“ kann in Maps sichtbar sein und in Saved Places.json fehlen. Geht es dir um eigene Listen, wähle Saved oder exportiere die geöffnete Liste direkt mit der Erweiterung.

Der ExportMyMap-Takeout-Import akzeptiert Saved Places.json. Er liest die GeoJSON-Koordinaten im Browser und bereitet daraus einen sauberen Export auf. Das unten beschriebene CSV-Paket nimmt dieser Importer nicht an.

Was steckt im Saved-CSV-Export?

Bei Saved erstellt Google getrennte CSV-Dateien für deine gespeicherten Listen. Eine eigene Liste erhält normalerweise eine eigene Datei. Je nach Kontoinhalt können auch vorgegebene sowie mit dir geteilte Listen enthalten sein.

Das ist praktisch, wenn du zuerst wissen möchtest: „Zu welcher Liste gehörte dieser Ort?“ Schon die Dateinamen geben die Antwort.

Allerdings sind diese CSV-Dateien nicht direkt für GIS gedacht. Die Zeilen enthalten häufig den Ortsnamen, einen Google-Maps-Link und die von Google bereitgestellten Listenfelder, aber keine eigenen Spalten für Breiten- und Längengrad. Das ist normal und kein fehlgeschlagener Export.

Du kannst eine Saved-CSV in Excel oder Google Tabellen öffnen, Namen bereinigen und Maps-Links archivieren. Für Koordinaten, Telefonnummern, Bewertungen, Websites, Öffnungszeiten oder fertige KML-/GPX-Dateien öffnest du die Liste in Maps und scannst sie mit der ExportMyMap Chrome-Erweiterung.

Welchen Export solltest du wählen?

Du brauchst alle markierten Orte, auch mehr als 200

Beginne mit Maps (meine Orte) → Saved Places.json. In diesem Sonderfall ist die etwas sperrige Takeout-Datei oft zuverlässiger als die am Desktop sichtbare Liste. Der Leitfaden zum Export von mehr als 200 markierten Orten zeigt den gesamten Ablauf.

Du brauchst eine oder mehrere eigene Listen

Wähle Saved, wenn eine einfache CSV mit Google-Maps-Links genügt. Die Listen bleiben getrennt und lassen sich gut archivieren.

Wähle die Chrome-Erweiterung, wenn das Ziel echte Koordinaten oder umfangreichere Felder benötigt. Sie liest die Liste über deine bestehende Maps-Sitzung und exportiert sie als CSV, Excel, KML, GPX, GeoJSON oder JSON.

Du brauchst eine abonnierte oder geteilte Liste

Im Takeout-Archiv Saved findest du am ehesten die Listen, die mit deinem Konto verbunden sind. Möchtest du die Orte nicht nur als Links aufbewahren, sondern in ein anderes Format übertragen, nutze den Ablauf zum Export einer mit dir geteilten Google-Maps-Liste.

Du brauchst eine GIS-Datei

Saved Places.json enthält bereits GeoJSON-artige Geometrie und ist damit ein brauchbarer Ausgangspunkt für QGIS. Eine Saved-CSV ist das nicht: Ein Link kann einen Ort identifizieren, liefert GIS-Software aber noch keinen Punkt.

Für einen planbaren GIS-Export kannst du auch eine neue GeoJSON-Datei aus der geöffneten Liste erstellen. Für Google Earth oder My Maps passt KML besser.

So lädst du das richtige Archiv herunter

  1. Öffne Google Takeout im richtigen Google-Konto.
  2. Klicke auf Auswahl aufheben. Für diese Aufgabe brauchst du nicht das gesamte Kontoarchiv.
  3. Wähle Maps (meine Orte) für Saved Places.json, Saved für eine CSV pro Liste oder beide zum Vergleichen.
  4. Gehe zum nächsten Schritt, wähle einen einmaligen Export und erstelle das Archiv.
  5. Lade die ZIP-Datei über Googles E-Mail oder die Takeout-Seite herunter und entpacke sie.

Takeout-Exporte sind Momentaufnahmen. Neue Orte erscheinen nicht nachträglich in einem alten Archiv; dafür musst du einen neuen Export erstellen.

Häufige Fehler

„Meine eigene Liste fehlt in Saved Places.json.“ Vermutlich hast du den koordinatenorientierten Takeout-Export statt des Listenarchivs geladen. Die Liste wurde deshalb nicht gelöscht. Suche in der Saved-CSV oder öffne sie in Google Maps und scanne sie direkt.

„Meine Saved-CSV hat keine Koordinaten.“ Das ist zu erwarten. Ziehe nicht blind Zahlen aus einer beliebigen Maps-URL: Google verwendet unterschiedliche URL-Formen und nicht jede enthält die maßgebliche Position. Nutze den Export der geöffneten Liste oder eine bewusst gewählte Geokodierung.

„Excel öffnet die JSON-Datei nicht.“ Sie ist keine Tabelle. Verwende den Takeout-Import, ein GeoJSON-Werkzeug oder exportiere nach dem Einlesen eine neue CSV.

„Ich habe die Datei in .geojson umbenannt, aber nichts hat sich geändert.“ Eine andere Endung kann bei der Formaterkennung helfen, repariert jedoch keine fehlenden Namen, leere Geometrien oder Platzhalterkoordinaten. Bei falschen Punkten hilft der Leitfaden zu fehlenden Koordinaten.

Die einfache Regel lautet: Saved Places.json steht für Koordinaten, Saved CSV für Listen. Sobald klar ist, welche Hälfte du brauchst, sind die ähnlichen Namen kein Problem mehr.

Saved Places.json mit ExportMyMap importieren →