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Von Akimova Elizaveta · 21.08.2026

Eine mit dir geteilte Google-Maps-Liste exportieren (2026)

Ein Freund schickt dir eine sorgfältig zusammengestellte Google-Maps-Liste. Du kannst sie öffnen, abonnieren und jeden Pin verwenden – nur ein eindeutiger Download-Knopf fehlt. Für eine Tabelle, Garmin oder das eigene Projekt scheint dann nur das einzelne Kopieren übrigzubleiben.

Du musst eine Liste nicht besitzen, um sie zu exportieren. Du brauchst aber einen gültigen Zugriff: Der geteilte Link muss für dein Konto funktionieren und die Liste darf nicht wieder privat sein.

Was „geteilt“ in Google Maps bedeutet

Google Maps zeigt drei ähnliche, aber unterschiedliche Zustände:

  • Eigene Liste: Du hast sie erstellt und kannst ihre Orte bearbeiten.
  • Geteilte Liste: Jemand hat dir einen Link zum Anzeigen geschickt.
  • Abonnierte Liste: Du hast eine geteilte Liste geöffnet und auf Folgen geklickt; nun erscheint sie unter Gespeichert.

Durch das Folgen wirst du weder Eigentümer noch entsteht eine unabhängige Kopie. Die Quelle lässt sich nur leichter wiederfinden. Der Eigentümer kann sie weiterhin bearbeiten, die Freigabe beenden oder die Liste löschen.

Googles offizielle Hilfe zum Teilen von Listen nennt eine wichtige Ausnahme: Markierte Orte lassen sich nicht als native Google-Maps-Liste teilen. Eigene Listen schon. Wer angeblich seine Sterne geteilt hat, hat sie meist in eine eigene Liste kopiert oder eine exportierte Datei beziehungsweise einen Link verschickt.

Schritt 1: Liste im richtigen Konto öffnen

Öffne den Link am Computer in Chrome, Edge, Brave oder Arc. Prüfe zuerst das Profilbild in Maps. Sind Arbeits- und Privatkonto im selben Browser angemeldet, folgt man einer Liste schnell mit dem falschen Konto.

Die Seite sollte Titel, Eigentümer und Orte zeigen. Meldet Google, die Liste sei nicht verfügbar, muss der Eigentümer die Freigabe prüfen und einen neuen Link senden. Ein Exportwerkzeug kann keine Liste lesen, die Maps selbst nicht anzeigt.

Schritt 2: Folgen oder die geteilte Seite geöffnet lassen

Klicke auf Folgen, wenn die Option vorhanden ist. Die Liste erscheint anschließend neben deinen eigenen unter Gespeichert und lässt sich später ohne Suche in alten Nachrichten öffnen.

Das Folgen ist praktisch, aber nicht zwingend. Sind die geteilte Liste und ihre Orte sichtbar, erkennt ExportMyMap diese Ansicht direkt. Besonders sinnvoll ist ein Abo, wenn du nach späteren Änderungen erneut exportieren möchtest.

Schritt 3: Geteilte Liste scannen

Installiere ExportMyMap aus dem Chrome Web Store und starte es über Google Maps. Wähle die geteilte oder abonnierte Liste und warte bis zum Ende des Scans.

Im Hintergrund behandelt die Erweiterung eigene und geteilte Listen getrennt, weil Google sie über leicht unterschiedliche Maps-Anfragen ausliefert. Für dich bleibt der Ablauf gleich: Liste auswählen, Orte laden lassen, Ergebnis prüfen.

Vergleiche die gescannte Anzahl mit Google Maps. Bearbeitet der Eigentümer gerade weiter, aktualisiere Maps und scanne vor dem endgültigen Export noch einmal.

Die kostenlose Version umfasst die ersten 10 Orte; für die vollständige Liste ist ein kostenpflichtiger Tarif nötig.

Schritt 4: Das passende Format wählen

CSV ist nicht automatisch die beste Wahl. Entscheidend ist, wohin die Liste anschließend soll.

Nächste AufgabeSinnvolles Ausgangsformat
Sortieren, filtern, Duplikate entfernen oder Spalten ergänzenCSV oder Excel
Pins in Google Earth oder My Maps öffnenKML
Wegpunkte zu Garmin oder OsmAnd übertragenGPX
Punkte in QGIS oder Code auswertenGeoJSON
Eine gut lesbare Kopie verschickenFreigabelink oder PDF
Bei Termin oder Veranstaltung austeilenDruckansicht

Der CSV-Leitfaden erklärt die Tabellenfelder. Für Navigations-Apps beginnst du besser direkt mit KML oder GPX, statt später eine bereits abgeflachte Tabelle umzuwandeln.

Entscheide vor dem Download, ob persönliche Notizen enthalten sein sollen. Kommentare einer geteilten Liste waren womöglich nur für das ursprüngliche Publikum gedacht.

Schritt 5: Das Ergebnis als Momentaufnahme behandeln

Eine exportierte Datei bleibt nicht mit der Quelle verbunden. Entfernt der Eigentümer morgen ein Restaurant, steht es weiterhin in deinem PDF. Fügt er nächste Woche fünf Hotels hinzu, erhält dein KML nicht automatisch fünf Pins.

Schreibe bei zeitkritischen Daten das Exportdatum in den Dateinamen. berlin-team-liste-2026-07-15.xlsx ist ehrlicher als berlin-final-final.xlsx. Für Wiederholungen solltest du der Quelle weiter folgen und bei Bedarf neu exportieren.

Die Momentaufnahme kann nützlich sein: Ein Projektteam erhält einen festen Stand zum Stichtag, während die Live-Liste weiterbearbeitet wird.

Was passiert, wenn der Eigentümer den Zugriff entzieht?

Die heruntergeladene Datei bleibt auf deinem Computer, die private Quelle kannst du jedoch nicht erneut scannen. ExportMyMap übernimmt die Zugriffsrechte des angemeldeten Maps-Kontos und umgeht keine Berechtigungen.

Bei zeitlich begrenzter Zusammenarbeit solltest du die vereinbarte Version exportieren, solange sie geöffnet werden kann. Frage nach, bevor du eine Liste mit privaten Adressen, Kundenstandorten oder persönlichen Notizen weiterverteilst. Technischer Zugriff ist keine Veröffentlichungserlaubnis.

Wenn es eigentlich um markierte Orte geht

Für die integrierte Liste der markierten Orte bietet Google keine native Freigabe. Der Eigentümer hat drei praktische Möglichkeiten:

  1. Die benötigten Orte in eine teilbare eigene Maps-Liste kopieren.
  2. Einen ExportMyMap-Freigabelink erstellen.
  3. Eine Momentaufnahme als PDF, CSV, KML oder GPX senden.

Bei einer gemeinsam geplanten Reise eignet sich eine eigene Maps-Liste, solange alle Ideen ergänzen. Steht der Plan, ist ein Link oder PDF für Verwandte und Kollegen oft einfacher. Der Artikel über fünf Wege zum Teilen einer Reiseliste vergleicht die Möglichkeiten.

Niemand muss 80 Ortsnamen neu eintippen. Öffne die Liste mit dem erhaltenen Zugriff, scanne sie einmal und wähle das Format für den nächsten Schritt.

Geteilte Google-Maps-Liste mit ExportMyMap exportieren →