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Von Akimova Elizaveta · 03.08.2026

Google-Maps-Orte als GPX exportieren (2026)

GPX kennt drei Arten, etwas auf einer Karte zu beschreiben. Wählst du die falsche, entsteht ein wunderbar nutzloses Ergebnis.

Ein Wegpunkt ist ein einzelner Ort. Eine Route ist ein geplanter Ablauf von Punkt zu Punkt. Ein Track ist eine Linie aus vielen aufgezeichneten Positionen. Deine Google-Maps-Liste mit Restaurants, Campingplätzen, Aussichtspunkten oder Kundenadressen besteht aus Wegpunkten. Sie wird nicht allein dadurch zur Route, dass du die Orte irgendwann besuchen möchtest.

Genau auf diesen Unterschied kommt es an. Exportierst du die Liste als GPX-Wegpunkte, wissen Garmin, OsmAnd und viele Outdoor-Apps, was damit zu tun ist. Wird dieselbe Liste in einen Track verwandelt, zeichnet die App womöglich einen riesigen Zickzackkurs vom ersten gespeicherten Ort bis zum letzten.

Die Kurzfassung

  1. Öffne die gespeicherte Liste in Google Maps am Computer.
  2. Scanne sie mit ExportMyMap.
  3. Wähle GPX und lade die Datei herunter.
  4. Importiere sie in der Ziel-App als Wegpunkte, Favoriten oder gespeicherte Orte.

Brauchst du eine Tabelle statt einer GPS-Datei, nimm den Leitfaden für Excel und Google Tabellen. GPX ist dafür gedacht, Punkte wieder auf eine Karte oder ein Navigationsgerät zu bringen.

Was ExportMyMap in die GPX-Datei schreibt

Die Datei folgt GPX 1.1 und bleibt bewusst einfach. Jeder gespeicherte Ort mit verwendbaren Koordinaten wird zu einem -Element mit:

  • Längen- und Breitengrad;
  • dem Namen des Ortes;
  • der Adresse, sofern Google eine liefert;
  • deiner eigenen Notiz, wenn du Notizen einschließt;
  • einem Link zurück zu Google Maps, falls vorhanden.

Es gibt keine -Routen und keine -Tracks. Das ist kein fehlendes Feature. Unabhängige Orte gehören in Wegpunkte; das GPX-1.1-Schema sieht genau dafür ein eigenes Element vor.

Bewertungen, Fotos, Telefonnummern und Öffnungszeiten passen nicht sauber in die gemeinsamen Wegpunktfelder, die GPS-Apps zuverlässig verstehen. Wenn du diese Details brauchst, lade zusätzlich eine CSV-Datei oder eine Excel-Arbeitsmappe herunter. GPX dient der Navigation, die Tabelle der Recherche.

Schritt 1: Die richtige Liste öffnen

Öffne Google Maps am Computer in Chrome, Edge, Brave oder Arc. Melde dich im Konto mit den Orten an, klicke auf Gespeichert und öffne Markierte Orte, Möchte ich hin, Favoriten, Reisepläne oder eine eigene Liste.

Stoppt Markierte Orte am Desktop bei ungefähr 200 Einträgen, solltest du nicht einfach exportieren. Die sichtbare Teilmenge ergibt eine technisch gültige, aber unvollständige Datei. Verwende zuerst den Google-Takeout-Ablauf für mehr als 200 markierte Orte.

Schritt 2: Orte scannen

Installiere die ExportMyMap Chrome-Erweiterung, öffne sie über Google Maps und wähle die Liste. Warte bis zum Ende des Scans.

Die Erweiterung liest die Liste über deine offene Maps-Sitzung und ermittelt die Koordinaten. Sie benötigt dein Google-Passwort nicht; die GPX-Datei entsteht lokal im Browser.

Die kostenlose Version umfasst die ersten 10 Orte; für die vollständige Liste ist ein kostenpflichtiger Tarif nötig.

Schritt 3: GPX herunterladen

Wähle GPX. Aktiviere Notizen, wenn deine Kommentare mit den Punkten übertragen werden sollen, und lade die Datei herunter.

Gib ihr gleich einen brauchbaren Namen. dolomiten-huetten.gpx ist im nächsten Sommer noch verständlich; orte (7).gpx wahrscheinlich nicht.

Öffne die Datei nicht in einem Textverarbeitungsprogramm, um sie danach wieder zu speichern. GPX ist XML, und typografische Anführungszeichen oder unsichtbare Formatierung können eine gültige Datei unlesbar machen. Zum Nachsehen eignet sich ein einfacher Texteditor.

Schritt 4: In die Ziel-App importieren

Die Bezeichnung ist je nach App anders. Suche nach GPX importieren, Wegpunkte importieren, Favoriten oder Gespeicherte Orte.

Garmin

Garmin Explore kann eine GPX-Datei importieren und die Wegpunkte mit kompatiblen gekoppelten Geräten synchronisieren. Der genaue Ablauf, das Weblimit von 500 Wegpunkten pro Import und die BaseCamp-Alternative stehen im Google-Maps-zu-Garmin-Leitfaden.

OsmAnd

Beginne unter Meine Orte → Favoriten und importiere die Datei von dort. So weiß OsmAnd, dass die Wegpunkte Favoriten sein sollen und nicht als Track interpretiert werden dürfen. Der OsmAnd-Leitfaden zeigt die Menüs unter Android und iPhone.

Google My Maps

My Maps akzeptiert GPX, für Kartenmarkierungen passt KML jedoch natürlicher und übernimmt den Listennamen als Dokumentnamen. Deshalb nutzt der My-Maps-Importleitfaden KML.

Andere Karten-Apps

Prüfe, ob die App Wegpunkte importiert und nicht nur Tracks. Manche Fitness-Apps nehmen GPX ausschließlich als aufgezeichnete Aktivität an. Eine reine Wegpunktdatei kann korrektes GPX sein und trotzdem nicht zu dieser App passen.

Erst die Datei prüfen, dann die App verdächtigen

Ziehe den Download in den kostenlosen GPX-Validator. Für diesen Export sollte die Zusammenfassung ungefähr so aussehen:

  • Wegpunkte: etwa so viele wie ausgewählte Orte;
  • Routen: 0;
  • Tracks: 0.

Eine kleine Abweichung bei den Wegpunkten bedeutet meistens, dass einzelne Einträge keine verwendbaren Koordinaten hatten. Tauchen Routen oder Tracks auf, wurde die Datei nach dem Export umgewandelt oder du hast eine andere GPX-Datei erwischt.

Benötigt die Zielanwendung ein anderes Format, wandle eine Kopie lokal mit GPX zu KML, GPX zu GeoJSON oder GPX zu CSV um. Bewahre das Original als sauberen Ausgangspunkt auf.

Was GPX nicht für dich erledigt

Wegpunkte ergeben noch keine sinnvolle Besuchsreihenfolge. Sie berücksichtigen weder Straßen noch Öffnungszeiten, Fähren oder einen Berg zwischen zwei scheinbar nahen Pins. Baue die Route später in der Navigations-App aus den wenigen Orten, die du an diesem Tag wirklich anfahren willst.

GPX hält auch keine Live-Verbindung zu Google Maps. Speicherst du nächsten Monat zehn neue Orte, brauchst du einen neuen Export. Sieh die Datei als transportable Momentaufnahme: leicht zu sichern, leicht erneut zu importieren und unabhängig von der nächsten Karten-App.

Google-Maps-Liste als GPX exportieren →