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Von Akimova Elizaveta · 06.08.2026

Google-Maps-Orte in Garmin importieren

Ein Restaurant oder einen Ausgangspunkt für eine Wanderung auf ein Garmin-Gerät zu bekommen, sollte einfach sein: Name plus zwei Koordinaten. Verwirrend wird es, weil „Garmin“ eine Uhr, ein Outdoor-Handgerät, einen Fahrradcomputer, ein Autonavi, die Explore-App oder BaseCamp meinen kann. Diese Produkte haben nicht alle denselben Importbildschirm.

Der verlässlichste allgemeine Weg für kompatible Outdoor-Geräte lautet Google Maps → GPX-Wegpunkte → Garmin Explore → Gerätesynchronisierung. Für ältere Handgeräte oder Installationen ohne Explore bleibt BaseCamp die solide Desktop-Alternative.

Wichtig: Eine Liste gespeicherter Orte ist kein Kurs. Der Import liefert Ziele, die du später auswählen kannst. Er baut keine Abbiegehinweise zwischen sämtlichen Pins.

Vor der Wahl der Methode

Prüfe in der Garmin-Dokumentation deines Modells, ob es mit Garmin Explore synchronisiert. Viele Outdoor-Uhren und Handgeräte tun das, aber nicht alle. Für zūmo XT2, zūmo XT3 und die Tread-Serie empfiehlt Garmin beispielsweise die Tread-App.

Diese Wege kommen infrage:

  • Garmin-Explore-App: für ein kompatibles gekoppeltes Gerät meist am einfachsten und die unten beschriebene Methode;
  • Garmin-Explore-Website: bequem am Computer, mit einem dokumentierten Limit von 500 Wegpunkten pro Import;
  • Garmin BaseCamp: für kompatible Outdoor-Handgeräte per USB oder zur Kontrolle vor der Übertragung.

Garmins Anleitung für den Explore-Import beschreibt den mobilen Ablauf. Für Wegpunkte in einer importierten GPX-Datei nennt die App-Dokumentation kein Limit; das gekoppelte Gerät kann trotzdem eine eigene Kapazitätsgrenze haben.

Schritt 1: Google-Maps-Liste als GPX exportieren

Öffne Google Maps am Computer in Chrome, Edge, Brave oder Arc und melde dich im richtigen Konto an.

  1. Installiere die ExportMyMap Chrome-Erweiterung.
  2. Öffne Gespeichert und wähle die Liste.
  3. Starte ExportMyMap und warte bis zum Ende des Scans.
  4. Wähle GPX.
  5. Lade die Datei herunter.

Die kostenlose Version umfasst die ersten 10 Orte; für die vollständige Liste ist ein kostenpflichtiger Tarif nötig. Stoppt Markierte Orte am Desktop bei ungefähr 200 Einträgen, verwende vor dem GPX-Export den Google-Takeout-Ablauf.

ExportMyMap schreibt jeden Ort als Wegpunkt mit Namen und Koordinaten. Adresse, Google-Maps-Link und eine optionale Notiz können ebenfalls im GPX stehen. Auf unterschiedlichen Garmin-Produkten sind jedoch Name und Koordinaten die verlässlichsten Felder.

Der allgemeine GPX-Exportleitfaden erklärt Wegpunkte, Routen und Tracks genauer.

Schritt 2: GPX aufs Smartphone bringen

Übertrage die Datei auf das Smartphone mit Garmin Explore. Cloudspeicher, E-Mail, AirDrop, Quick Share, USB oder ein geteilter Ordner reichen aus. Bewahre zusätzlich eine Kopie außerhalb der App auf.

Auf dem iPhone solltest du zuerst den Import in Garmin Explore verwenden. Garmin weist darauf hin, dass Copy to Explore im iOS-Teilen-Menü nicht bei allen erscheint. Fehlt diese Option, fahre einfach mit dem im nächsten Schritt beschriebenen Import in der App fort. Unter Android kann das Öffnen des GPX mit Explore ebenfalls funktionieren.

Schritt 3: In Garmin Explore importieren

In der Garmin-Explore-App:

  1. Öffne Karte.
  2. Tippe auf Plus.
  3. Wähle GPX importieren.
  4. Öffne die Datei.
  5. Füge sie einer Sammlung hinzu oder schließe den Import ab.

Gib der Sammlung denselben brauchbaren Namen wie der Quellliste, etwa Wanderparkplätze Schottland statt Importiert 4. Da die Datei nur Wegpunkte enthält, musst du keine Linien als Tracks oder Kurse einordnen.

Schritt 4: Mit dem Garmin-Gerät synchronisieren

Der Import bringt die Daten in App und Konto. Er beweist noch nicht, dass sie auf der Hardware angekommen sind.

Prüfe Kopplung und Verbindung, starte eine Synchronisierung und warte auf den Abschluss. Öffne danach auf dem Gerät Gespeicherte Positionen, Wegpunkte oder den entsprechenden Bereich deines Modells.

Kontrolliere mindestens drei Punkte: einen in einer dicht bebauten Stadt, einen weit entfernt und einen Namen mit Umlaut oder Akzent. Die Koordinaten sollten stimmen, auch wenn die Garmin-Karte einen anderen Geschäftsnamen oder weniger Details zeigt.

Import über die Explore-Website

Möchtest du am Computer arbeiten, melde dich auf der Garmin-Explore-Website an, öffne Karte, verwende den Import, wähle Sammlung oder Bibliothek und lade das GPX hoch. Garmins Webanleitung nennt:

  • 500 Wegpunkte pro Import;
  • 200 Punkte pro Route;
  • 10.000 Punkte pro Track.

Hier zählt nur die erste Grenze, weil das ExportMyMap-GPX ausschließlich Wegpunkte enthält. Teile größere Listen vor dem Export auf oder nutze die mobile Explore-App, deren Dokumentation kein Wegpunktlimit nennt.

Garmin schreibt außerdem, dass Wegpunkte mit angehängten Notizen nicht in die Explore-Website importiert werden. ExportMyMap speichert Adresse und optionale Notiz in der Beschreibung. Für diese Datei ist die App daher der sicherere erste Weg. Lehnt die Website Punkte ab, importiere in der App oder speichere das GPX über BaseCamp neu. Für wichtige Details lohnt sich eine Excel-Kopie auf dem Smartphone.

BaseCamp für ein Handgerät

Für kompatible Outdoor-Handgeräte bietet BaseCamp einen kabelgebundenen Ablauf:

  1. Öffne BaseCamp unter Windows oder macOS.
  2. Wähle Datei → Importieren und das GPX.
  3. Verbinde das Handgerät per USB.
  4. Markiere die importierten Wegpunkte oder die Liste.
  5. Sende die Auswahl ans Gerät.

Garmin veröffentlicht dazu eine ausführliche BaseCamp-Anleitung. Nutze sie, wenn dein Modell Explore nicht unterstützt oder du die Daten zuerst am großen Bildschirm ordnen möchtest.

Was übertragen wird

Verlässlich sind Name, Breiten- und Längengrad sowie die gewählte Garmin-Sammlung. Google-Bewertungen, Fotos, Öffnungszeiten und Kategorien werden nicht zu nativen Garmin-Feldern. Die Garmin-Kartendaten stammen aus einer anderen Quelle; die Umgebung eines korrekten Wegpunkts kann deshalb anders aussehen.

Notizen und lange Beschreibungen verhalten sich je nach Software und Gerät unterschiedlich. Prüfe einen wichtigen Türcode, eine Reservierungsnummer oder einen Hinweis auf saisonale Zufahrt direkt auf der Hardware.

Fehler beheben

Nach der Dateiauswahl erscheint nichts

Prüfe die Datei im GPX-Validator. Erwartet werden Wegpunkte sowie null Routen und Tracks. Keine Wegpunkte bedeuten meist die falsche Datei oder fehlende Koordinaten.

Punkte sind in Explore, aber nicht auf dem Gerät

Dann liegt es an Kopplung oder Synchronisierung, nicht an der GPX-Umwandlung. Prüfe Gerätekompatibilität, Bluetooth, das Garmin-Konto und die Synchronisierung der Sammlung.

Die Website lehnt eine große Liste ab

Das 500-Wegpunkte-Limit ist erreicht. Exportiere kleinere Auswahlen, nutze die App oder übertrage über BaseCamp.

Du brauchst Analyse statt Gerätepunkte

Garmin eignet sich zur Navigation, aber nicht zum Bearbeiten hunderter Attribute. Öffne eine GeoJSON-Kopie in QGIS, wenn du vorher filtern oder gestalten möchtest.

GPX nach der Synchronisierung behalten

Eine Sammlung kann gelöscht, ein Gerät zurückgesetzt werden. Das Original-GPX ist der portable Teil. Speichere es mit Datum im Dateinamen und halte verschiedene Quelllisten getrennt. Beim nächsten Garmin musst du die Orte dann nicht einzeln aus dem alten Gerät holen.

Garmin-taugliches GPX aus Google Maps erstellen →