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Von Akimova Elizaveta · 24.07.2026

Google-Maps-Orte in Organic Maps importieren

So sieht es aus

Sieh dir eine schnelle Demo zum Export gespeicherter Orte aus Google Maps an.

Organic Maps ist besonders nützlich, wenn das Mobilfunksignal verschwindet. Mit vorher geladenen Regionen bleiben Karte, Suche, Navigation und Lesezeichen offline verfügbar. Beim App-Wechsel wieder mit einer leeren Lesezeichenansicht anzufangen, wäre allerdings unnötig mühsam.

Zum Glück kann Organic Maps Dateien importieren. Die offizielle Anleitung nennt KML, KMZ, KMB, GPX und GeoJSON. Für eine gewöhnliche Google-Maps-Liste ist KML am eindeutigsten: Cafés, Aussichtspunkte, Campingplätze und Adressen sind einzelne Punkte, keine aufgezeichnete Wander- oder Radstrecke. Erstelle die KML am Computer, sende sie aufs Smartphone und importiere sie dort als Sammlung.

Warum KML und nicht GPX?

Organic Maps versteht beides. Entscheidend ist der Inhalt:

  • KML für eine Sammlung gespeicherter Orte;
  • GPX für Wegpunkte zusammen mit Routen oder aufgezeichneten Tracks sowie für GPS-Apps, die GPX verlangen;
  • GeoJSON für bestehende GIS- oder Entwickler-Workflows.

ExportMyMap schreibt jeden Ort als KML-Placemark mit Namen, Koordinaten und auf Wunsch deiner Notiz. Der KML-Export-Leitfaden erklärt die Datei genauer.

Teil 1: KML am Computer erstellen

Öffne Google Maps auf einem Computer in Chrome, Edge, Brave oder Arc.

  1. Installiere die ExportMyMap Chrome-Erweiterung.
  2. Öffne Google Maps und klicke auf Gespeichert.
  3. Wähle die Liste aus.
  4. Starte ExportMyMap und warte bis zum Ende des Scans.
  5. Wähle KML, schalte bei Bedarf Notizen ein und lade die Datei herunter.

Die kostenlose Version umfasst die ersten 10 Orte; für die vollständige Liste ist ein kostenpflichtiger Tarif nötig. Stoppt eine große Liste Markierter Orte am Desktop bei ungefähr 200 Einträgen, verwende vor dem Export den Google-Takeout-Ablauf.

Teil 2: Datei aufs Smartphone bringen

Eine KML ist eine normale Datei. Verwende den Übertragungsweg, dem du ohnehin vertraust:

  • iCloud Drive, Google Drive, Dropbox oder Nextcloud;
  • AirDrop zum iPhone;
  • Quick Share unter Android;
  • E-Mail an dich selbst;
  • USB-Kabel.

Eine Vorschau im Cloudspeicher ist noch kein Import. Lade die Datei lokal herunter oder nutze das systemweite Öffnen-/Teilen-Menü, damit Organic Maps die echte KML erhält.

Teil 3: Import unter Android

Suche die KML in Dateien oder in deiner Cloud-App. Tippe sie an beziehungsweise halte sie gedrückt und wähle Mit Organic Maps öffnen. Die App sollte starten und den erfolgreichen Import melden.

Das Ergebnis findest du unter Lesezeichen und Tracks. Dort erscheint die neue Sammlung; ihre Punkte sollten auch auf der Karte sichtbar sein.

Mehrere Dateien lassen sich gesammelt importieren: Öffne Lesezeichen und Tracks, tippe auf Lesezeichen und Tracks importieren und wähle den Ordner. Unter Android durchsucht Organic Maps auch Unterordner nach unterstützten Kartendateien. Das ist praktisch für getrennte Listen zu Essen, Wandern und Rundreisen.

Teil 4: Import auf iPhone oder iPad

Öffne die KML in Dateien, Mail oder deiner Cloud-App. Tippe auf Teilen und wähle In Organic Maps importieren. Je nach App und iOS-Version kann Organic Maps beim ersten Mal unter Mehr verborgen sein.

Öffne danach Lesezeichen und Tracks und prüfe die Sammlung. Lade die zugehörigen Kartenregionen noch im WLAN, wenn du sie offline verwenden möchtest.

Was übernommen wird — und was nicht

Gut übertragen werden:

  • Name des Lesezeichens;
  • genaue Koordinaten;
  • deine Notiz, wenn sie in der KML-Beschreibung enthalten ist;
  • ein Sammlungsname auf Basis der ursprünglichen Liste.

Google-Bewertungen, Rezensionenzahlen, aktuelle Öffnungszeiten, Fotos und Beliebtheitsdaten gehören zu Googles Ortsdatenbank. Sie werden nicht automatisch zu Organic-Maps-Daten. Wenn du diese Angaben für Recherchen brauchst, exportiere zusätzlich eine Tabelle. Der Excel- und Google-Sheets-Ablauf bewahrt die umfangreicheren Spalten zusammen mit den Koordinaten auf.

Importiert, aber keine Pins sichtbar?

Zoome zuerst in das tatsächliche Gebiet. Öffne dann Lesezeichen und Tracks und kontrolliere, ob die Sammlung eingeblendet ist.

Ist sie leer, prüfe die Quelle mit dem KML-Validator. Ohne Breiten- und Längengrad kann kein Punkt gezeichnet werden. ExportMyMap überspringt seltene Einträge ohne verwendbare Koordinaten.

Zeigt Organic Maps unerwartete Linien oder Tracks, hast du wahrscheinlich eine Route oder Liniengeometrie konvertiert. Exportiere stattdessen die ursprüngliche Google-Maps-Liste direkt als KML.

Vor der Reise einmal offline testen

Lade die Regionen rund um die importierten Orte, aktiviere den Flugmodus und öffne zwei oder drei Lesezeichen. Sind Karte und Namen weiterhin sichtbar, ist die Offline-Vorbereitung abgeschlossen. Bewahre die KML außerdem an einem auffindbaren Ort auf, falls du dieselbe Sammlung auf einem weiteren Gerät brauchst.

Google-Maps-Liste für Organic Maps exportieren →