Gaia GPS behandelt einen gespeicherten Ort als Wegpunkt. Google Maps nennt dieselbe Sache gespeicherten Ort, Stern oder Eintrag in einer eigenen Liste. Für den Umzug brauchst du deshalb nur ein Dateiformat, das beide Seiten verstehen:
Google-Maps-Liste → GPX-Wegpunkte → Gaia-GPS-Ordner
Gaia GPS importiert außerdem KML, KMZ, GeoJSON und FIT. GPX ist hier trotzdem der beste Standard, weil die Datei klar sagt: Das sind einzelne Wegpunkte, keine Route und kein aufgezeichneter Track.
Was in der GPX-Datei steckt
ExportMyMap schreibt für jeden ausgewählten Ort mit brauchbaren Koordinaten einen Wegpunkt. Enthalten sind Name, Längen- und Breitengrad, die Adresse in der Beschreibung, auf Wunsch deine persönliche Notiz und – sofern verfügbar – ein Google-Maps-Link.
Die Datei enthält weder Route noch Track. Gaia GPS könnte beides speichern, doch eine künstliche Verbindung zwischen unabhängigen Pins wäre irreführend. Im GPX-Leitfaden siehst du den Aufbau; mit dem GPX-Validator kannst du die fertige Datei prüfen.
1. Aus Google Maps exportieren
- Installiere ExportMyMap.
- Öffne am Computer Google Maps, Gespeichert und die gewünschte Liste.
- Starte den Scan und prüfe die Auswahl.
- Wähle GPX, entscheide über Notizen und lade die Datei herunter.
Entferne vorher bestätigte Duplikate und geschlossene Unternehmen. Der Bereinigungsleitfaden ist am großen Bildschirm angenehmer als später in der mobilen App.
Kostenlos exportierst du 5 Listen mit je bis zu 10 Orten. Für unbegrenzte Exporte ist ein kostenpflichtiger Tarif nötig. Wähle einen sinnvollen Dateinamen wie utah-trailheads-2026.gpx: Gaia benennt den Importordner nach der Datei.
Das Limit von 1.000 Objekten
Laut der aktuellen Gaia-Dokumentation zum Webimport darf eine Datei höchstens 1.000 Objekte enthalten. Ein GPX-Wegpunkt zählt als ein Objekt. Teile 1.300 Orte also beispielsweise in zwei Dateien mit 900 und 400 Punkten.
Plane etwas Abstand zur Grenze ein. Das erleichtert die Kontrolle und lässt Platz für spätere Ergänzungen. Gaia akzeptiert mehrere Dateien; die Begrenzung gilt pro Datei und bedeutet nicht, dass das gesamte Konto nur 1.000 Wegpunkte speichern kann.
2A. Import über gaiagps.com
- Melde dich unter gaiagps.com/map an.
- Klicke rechts auf Import Data oder ziehe die GPX auf die Karte.
- Warte, bis die Einträge links erscheinen.
- Wähle Unerwünschtes ab und klicke Save Item.
Gaia erstellt einen Ordner mit dem Dateinamen. Sind die Punkte gespeichert, aber unsichtbar, kontrolliere die Sichtbarkeit des Ordners und des Karten-Overlays. Danach lässt du die mobile App synchronisieren.
2B. Import unter Android
Die aktuellen Android-Anweisungen führen über Saved, das Drei-Punkte-Menü und Import File. Kopiere die GPX zunächst aufs Smartphone und öffne sie über die Dateiauswahl. E-Mail, Cloudspeicher oder Kabel sind egal – entscheidend ist, dass die echte Datei erreichbar ist.
Für iOS gibt es eigene Anweisungen. Wenn die Datei bereits auf dem Computer liegt, ist der Webimport mit anschließender Synchronisierung meist der eindeutigste Weg.
3. Vor dem Kartendownload prüfen
Kontrolliere einen abgelegenen Ort, einen Punkt in einer dichten Innenstadt, einen langen oder nicht lateinischen Namen, eine Notiz sowie den ersten und letzten Punkt jeder Teildatei.
Gaia kann alle Wegpunkte mit dem roten Standardsymbol anzeigen. Unbekannte oder fehlende Symbole werden laut Dokumentation dadurch ersetzt. Das sagt nichts über die Koordinaten aus; Titel, Farbe und Symbol lassen sich später bearbeiten.
Was erhalten bleibt
Name und Position sind der verlässlichste Teil. Adresse, Notiz und Maps-Link liegen in beschreibenden GPX-Feldern, aber Gaia entscheidet, wo sie angezeigt werden. Bewertungen, Fotos, Öffnungszeiten, Google-Kategorien, Reaktionen und die Verbindung zu späteren Listenänderungen werden nicht zu nativen Gaia-Daten.
Bewahre deshalb zusätzlich Excel oder JSON auf. Der Leitfaden zum Erhalt von Notizen zeigt, in welchem Feld sie je Format landen.
Wenn etwas nicht funktioniert
Gaia lehnt die Datei ab. Prüfe die Dateiendung und den ursprünglichen Download mit dem Validator. Eine Webseite mit der Endung .gpx bleibt eine Webseite.
Nur einige Punkte erscheinen. Kontrolliere das 1.000er-Limit und fehlende Koordinaten. Der Koordinaten-Leitfaden hilft bei Einträgen, die nicht zu Wegpunkten werden können.
Der Import ist da, die Karte aber leer. Blende den Ordner ein und zoome gezielt zu einem bekannten Punkt.
Notizen fehlen. Prüfe die Option Include notes und die Beschreibung eines Wegpunkts. Steht die Notiz in der GPX, liegt der Rest beim Importer oder der Anzeige von Gaia.
Gaia GPS passt gut zu Outdoor-Karten, Routen und Tracks. Locus Map bietet unter Android eine ähnlich umfangreiche Bibliothek; MAPS.ME ist für einfache Offline-Lesezeichen oft unkomplizierter.